About Bento

 

 

BENTO (弁当)
Food to go –

 

Die japanische Bento Box hat mittlerweile die westlichen Küchen(Blogs) erobert und zieht immer mehr Hobbyköche in ihren Bann. Mich hat das Bento bereits vor einigen Jahren erwischt; seitdem bin ich nicht mehr davon losgekommen. Jetzt möchte ich meine Bento-Abenteuer mit meinen lieben Blog-Lesern teilen ♥
 
Aber zuvor einen kleines WHO IS WHO der Bento-Küche!
 

 

Was ist ein Bento? Kann man das essen?

 

Ja, kann man.

Als O-Bento bezeichnet man japanische Lunchboxen, also Speisen für unterwegs. Auch wenn dies eine sehr vereinfachte Darstellung ist. In Japan ist nie etwas einfach, selbst das Essen hat Bedeutung. Bento hat sich zu einer regelrechten Kunst entwickelt, denn es geht nicht nur darum, Nahrung auf die Arbeit oder in die Schule mitzunehmen, damit man in der Pause etwas zwischen die Beißerchen bekommt. Oh nein, hübsch aussehen muss es auch und dabei ganz bestimmten Regeln folgen.

Ein Bento besteht in der Regel aus den Hauptkomponenten der japanischen Küche: Reis, Fisch (oder Fleisch) sowie diverse Beilagen wie eingelegtes Gemüse oder Tofu (es sollte möglichst viele verschiedene Beilagen geben – im Schnitt sechs an der Zahl). Generell gilt die Aufteilung 4:2:1 – 4 Teile Reis, 2 Teile Fisch (oder Fleisch oder Tofu) und 1 Teil Beilage.

Das ist aber nur die traditionelle Bestückung. Heutzutage bestehen Bentos aus den unterschiedlichsten Speisen – auch westlichen. Gemeinsam haben sie aber alle eines: Es sind nur kleine Portionen. Ein Bento zeichnet sich durch seine Vielfalt an Häppchen aus.

Zu beachten ist allerdings die Anordnung. Bento Boxen sind in verschiedene Fächer aufgeteilt. So wird verhindert, dass sich die Geschmäcker vermischen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass die Häppchen, denn mehr sind es nicht, farblich zusammenpassen – und das komplementär. Also grünen Spargel immer zu roter Tomate. Auch die Form und Konsistenz spielen eine Rolle.

 
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Die Box machts – keine Macht der Lücke
 

Bento Boxen sind für westliche Verhältnisse relativ klein, was an dem hohen Gehalt japanischer Nahrung liegt. Ähnlich wie bei französischer Konfiserie. Der Deutsche bestellt sich im Café ein ordentliches Stück Torte und lächelt beim Anblick des französischen Petit Fours. Leider hat man mit einem dieser Mini-Törtchen schon genug für die nächsten zwei Mahlzeiten im Bauch, um es mal überspitzt auszudrücken. Ähnlich verhält es sich mit japanischem Essen. Man sollte nie den Reis unterschätzen. Außerdem werden Bento Boxen sehr eng und platzsparend gepackt, sodass so gut wie kein Raum zwischen den einzelnen Komponenten liegt.

Die Boxen bestanden ursprünglich aus Bambus oder lackiertem Holz. Heute gibt es sie in allen Varianten, aus Plastik oder Metall, isoliert, mit traditionellen Mustern oder mit Anime Motiven verziert. Hinzu kommt eine Vielzahl an Zubehör. Über kleine Sojasaucen-Behälter, bedruckte Alufolie, Schablonen für Reisgewürze bis hin zu Würstchen-Schneider gibt es alles zu kaufen. Im Grunde sind das nur Spielereien, die man nicht braucht. Aber wer braucht schon Essen, das mit Karottenblüten verziert ist? Eben. Es macht einfach nur Spaß. Mein besonderer Favorit sind die Formen für gekochte Eier. Einfach das noch warme Ei in die Form pressen, verschließen und im Kühlschrank abkalten lassen und schon hat man ein Ei in der Form eines Sterns oder einer Blume.

 

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Das ist aber alles Theorie. Wenn man nicht unbedingt den ersten Platz beim japanischen Kochduell gewinnen will, darf man sich ruhig ein wenig austoben. Einzige Bedingung: es muss hübsch aussehen. Aber lasst es keinen Japaner sehen  ⌒.⌒
 
 

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